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„Costa Concordia“: Russische Passagiere sollen Plätze in Rettungsbooten gekauft haben
Thema: Kreuzfahrtschiff läuft vor Italien auf Grund
„Costa Concordia“: Russische Passagiere sollen Plätze in Rettungsbooten gekauft haben
© REUTERS/ Paul Hanna„Costa Concordia“: Russische Passagiere sollen Plätze in Rettungsbooten gekauft haben
© REUTERS/ Paul HannaMOSKAU, 24. Januar (RIA Novosti).
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Die italienischen Behörden haben nun Ermittlungen zu den Klagen aufgenommen, laut denen russische Passagiere des verunglückten Kreuzfahrtschiffs „Costa Concordia“ Mannschaftsmitglieder bestochen haben sollen, um sich Plätze in Rettungsbooten zu sichern.
Die britische Zeitung „The Sun“ zitiert die 52-jährige Franca Anichini, angeblich eine Bewohnerin der Insel Giglio, auf die die Passagiere vom Kreuzfahrtschiff gebracht wurden: „In den Booten erwartete ich, Frauen, Kinder und Verletzte zu sehen. Dort saßen aber gesunde Männer und Frauen in eleganten Abendkleidern, die Russisch sprachen.“
Laut der Zeitung verfüge die Ermittlung auch über andere Berichte von Augenzeugen, die Russen aus Kajuten der 1. Klasse gesehen haben wollen, die Seeleute bestochen haben, während „Behinderte sich um sich selbst kümmern mussten“.
Die „Costa Concordia“ mit rund 4200 Menschen, darunter 111 russischen Bürgern, an Bord war in der Nacht zum 14. Januar in der Nähe der Insel Giglio vor der toskanischen Küste auf Grund gelaufen. Das Schiff bekam bei dem Unfall einen 70 Meter langen Riss und sank.
Die Zahl der Toten ist inzwischen auf 15 gestiegen. 20 Menschen gelten als vermisst. Russische Bürger kamen nicht zu Schaden.

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