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Urteil für Chodorkowski wird Russlands WTO-Beitritt erschweren - Weißes Haus
Thema: Russlands WTO-Beitritt

Michail Chodorkowski und Platon Lebedew
© RIA Novosti. Andrey SteninMOSKAU, 30. Dezember (RIA Novosti).
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Das gegen den Ex-Chef des mittlerweile zerschlagenen Ölkonzerns Yukos, Michail Chodorkowski, am Donnerstag gefällte Urteil wird den Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation (WTO) erschweren.
Das sagte ein ranghoher Mitarbeiter der US-Administration nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters. "Die WTO gründet sich auf Gesetze. Die meisten Länder betrachten die Verurteilung Chodorkowskis nicht als einen Triumph der Prinzipien des Rechtsstaates in Russland. Dies wird sich offenkundig (negativ) auf das Ansehen Russlands auswirken… Der Richterspruch wird den Beitritt nicht beschleunigen, sondern nur erschweren", hieß es.
Am Donnerstag hatte ein Moskauer Stadtbezirksgericht Chodorkowski und seinen Ex-Geschäftspartner Platon Lebedew im zweiten umstrittenen Verfahren zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von je 14 Jahren verurteilt. Den beiden wurde zur Last gelegt, etwa 200 Millionen Tonnen Rohöl unterschlagen und den Gewinn gewaschen zu haben. Im ersten Verfahren waren Chodorkowski und Lebedew wegen schweren Betrugs und Steuerhinterziehung jeweils zu acht Jahren Haft verurteilt worden, die ihnen in der neuen Strafe angerechnet werden. Somit bleiben die beiden bis 2017 hinter Gitter.
Moskau verhandelt seit 17 Jahren über einen WTO-Beitritt. Russland ist die einzige große Wirtschaft der Welt, die noch nicht zur WTO gehört. Für den Beitritt müssen alle 153 WTO-Mitglieder stimmen. Russland hat nach Ansicht von Experten alle Chancen, 2011 in die Organisation aufgenommen zu werden.

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