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Russland baut viertes Atom-U-Boot der neuen Borej-Klasse

16:31 08/02/2010

Russland baut ein viertes Atom-U-Boot der Borej-Klasse. Wie RIA Novosti aus informierten Kreisen erfuhr, ist das U-Boot, das mit der neusten Interkontinentalrakete Bulawa ausgerüstet werden soll, seit Dezember im Bau.

SEWERODWINSK/MOSKAU, 08. Februar (RIA Novosti). Russland baut ein viertes Atom-U-Boot der Borej-Klasse. Wie RIA Novosti aus informierten Kreisen erfuhr, ist das U-Boot, das mit der neusten Interkontinentalrakete Bulawa ausgerüstet werden soll, seit Dezember im Bau.

„Die Bauarbeiten in der Werft Sewmaschpredprijatije (Sewerodwinsk, Nordrussland) haben faktisch schon im vergangenen Jahr begonnen“, teilte ein Sprecher in der Administration von Sewerodwinsk mit. Die offizielle Kiellegung habe jedoch noch nicht stattgefunden. Die feierliche Zeremonie werde wahrscheinlich auf den Berufsfeiertag der U-Boot-Flotte am 19. März fallen.

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Das strategische Atom-U-Boot mit dem vorläufigen Namen „Swjatitel Nikolai“ („Heiliger Nikolaus“) sollte noch im Dezember vergangenen Jahres auf Kiel gelegt werden. Marinechef Wladimir Wyssozki teilte am 21. Dezember jedoch mit, dass der Baustart auf Anfang 2010 verschoben worden sei. Medien brachten die Verschiebung mit dem gescheiterten Test der Bulawa-Rakete in Zusammenhang.

Ein Vertreter der Schiffbauholding USC (OSK) bestätigte im Gespräch mit RIA Novosti, dass die Bauvorbereitungen bereits laufen würden. „Der Bau des U-Bootes ist im staatlichen Rüstungsauftrag vorgesehen, das Geld wurde bereits bereitgestellt.“

Bislang hat Sewmaschpredprijatije ein U-Boot der Borej-Klasse fertig gestellt: die „Juri Dolgoruki“. Seine beiden baugleichen Nachfolger, die „Alexander Newski“ und „Wladimir Monomach“, sind in Bau. Insgesamt hat die russische Marine acht U-Boote dieser Klasse bestellt.

Jedes U-Boot ist 170 Meter lang und 13,5 Meter breit und kann eine Höchstgeschwindigkeit von 29 Knoten erreichen. Die maximale Tauchtiefe beträgt bei einer Wasserverdrängung von 24 000 Tonnen 450 Meter. Die 107 Mann starke Besatzung kann bis zu 100 Tage lang unter Wasser bleiben, ohne aufzutauchen.

 

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