
UNO / NEW YORK, 19. März (RIA Novosti). Russland ruft die UNO auf, beim Antiterrorkampf und der Bekämpfung des Drogenschmuggels in Afghanistan das Potenzial der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) und der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) aktiver zu nutzen. Das betonte Konstantin Dolgow, stellvertretender UNO-Botschafter Russlands, am Donnerstag in einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates.
Der OVKS gehören Armenien, Weißrussland, Kasachstan, Kirgisien, Russland, Tadschikistan und Usbekistan an. Die SOZ-Mitgliedsländer sind Russland, China, Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan und Usbekistan.
Der russische Diplomat begrüßte die Unterzeichnung einer Erklärung über die Zusammenarbeit zwischen den Sekretariaten der UNO und der OVKS durch die Generalsekretäre der beiden Organisationen, Ban Ki Moon und Nikolai Bordjuscha, in Moskau. Nach Ansicht des Diplomaten ist Afghanistan einer der wichtigsten Bereiche für das Zusammenwirken der beiden Organisationen.
Laut UNO-Angaben entfallen auf Afghanistan 90 Prozent der globalen Heroin-Produktion. 21 Prozent des hergestellten Heroins werden in Russland abgesetzt: Russlands Rauschgiftabhängige konsumieren 75 bis 80 Tonnen afghanisches Heroin im Jahr. Jährlich zählt Russland 30 000 bis 40 000 Drogentote.
"Die Ausmaße der Drogengefahr erfordern entschlosseneres Handeln", so Kruglow. "Erforderlich ist ein höheres Niveau des internationalen Zusammenwirkens. Wir rechnen damit, dass die NATO-Kontingente in Afghanistan in dieser Frage noch aktiver mit der afghanischen Regierung kooperieren werden."